Ziele absichern mit Requirements Engineering

Verstehen | Strukturieren | Managen


Requirements Engineering schafft durch Struktur Flexibilität für die Umsetzung – als Basis für schnelle und treffsichere Entscheidungen in einem dynamischen Umfeld.

Bringen Sie gemeinsam mit mir Ihre Anforderungen in eine Form, die flexible Anpassungen ermöglicht – auch inmitten laufender Umsetzung. Das beginnt bei klaren, allgemein verständlichen Formulierungen, führt über die strukturierte Priorisierung möglicher Umsetzungsreihenfolgen und endet beim aktiven Management der Anforderungen im laufenden Projekt – ob klassisch geplant oder im agilen Umfeld.

In vielen Projekten gibt es Anforderungen – aber sie sind selten so klar, wie sie sein müssten:

  • Anforderungen widersprechen einander.
  • Manche Anforderungen sind in der jeweiligen Phase zu detailliert, andere zu vage.
  • Der Ursprung und die Intention von Anforderungen sind nicht nachvollziehbar.
  • Ähnliche Inhalte werden mehrfach beschrieben – aber unterschiedlich formuliert.
  • Ganze Themenbereiche bleiben unberücksichtigt.
  • Eine Priorisierung fällt schwer, weil Zusammenhänge unklar sind.

Dazu kommt:

  • Teure IT-Lösungen werden manchmal unreflektiert umgesetzt, oder immer wiederkehrend diskutiert und dann doch wieder aufgeschoben.
  • IT und Fachbereich sprechen oft eine unterschiedliche Sprache – Missverständnisse sind vorprogrammiert.
  • Entwickler liefern mitunter kreative und tolle technische Lösungen, die jedoch am eigentlichen Bedarf vorbeigehen.
  • Gleichzeitig liefern sie auch wertvolle Denkanstöße, wie sich fachliche Anforderungen anders – und manchmal besser – umsetzen lassen.

Solche Situationen sind keine Ausnahme, sondern Alltag. Oft scheitern Projekte nicht an fehlendem Engagement – sondern an fehlender Klarheit.

Requirements Engineering setzt genau dort an, wo Projekte ins Stocken geraten könnten: bei unklaren, widersprüchlichen oder unvollständigen Anforderungen.

Als Requirements Engineer sorge ich dafür, dass:

  • Redundanzen erkannt und Lücken geschlossen werden.
  • Anforderungen so strukturiert sind, dass sie nachvollziehbar, überprüfbar und handhabbar bleiben.
  • Alle Beteiligten dasselbe Verständnis von Inhalt, Umfang und Ziel haben.

Eine gut erstellte Anforderung ist eindeutig, nachvollziehbar und klein genug, um verstanden und umgesetzt zu werden – ohne Interpretationsspielraum.

So entsteht ein gemeinsames Bild davon, was wirklich gebraucht wird – als stabile Grundlage für Planung, Umsetzung und spätere Anpassungen.

Mehrwert von Requirements Engineering

Einfacheres Handling

Lückenlose, redundanzfreie Anforderungen machen die tägliche Arbeit im Projekt leichter – für alle Beteiligten. Entscheidungen können schneller getroffen und Aufgaben klarer delegiert werden.

Treffsicherere Budgetnutzung

Durch klare Vermittlung zwischen Fachbereich und IT kann das Entwicklungsteam seine Kreativität gezielt einsetzen – ohne den fachlichen Rahmen aus den Augen zu verlieren. Das spart unnötige Schleifen und Kosten.

Flexibilität bei Änderungen

Kompakt dokumentierte Anforderungen mit nachvollziehbaren Abhängigkeiten (Traceability) und klaren Abgrenzungen zueinander machen es einfacher, bei Änderungen gezielt zu reagieren – ohne dass das große Ganze ins Wanken gerät.

Weniger Reibungsverluste

Ein gemeinsames Verständnis reduziert Missverständnisse – alle ziehen am selben Strang. Das spart Nerven, Zeit und unnötige Diskussionen.

Geringeres Risiko

Umfassend analysierte Anforderungen helfen, mögliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen – z. B. auf Performance, Sicherheit oder bestehende Prozesse. So entstehen weniger böse Überraschungen in späten Projektphasen.

Mehr Nutzerakzeptanz

Wer frühzeitig beteiligt ist, fühlt sich ernst genommen. Früh eingebundene Benutzer und Stakeholder bringen wertvolle Perspektiven ein – und stehen später hinter der Lösung.

Nachhaltiger Projekterfolg

Klar strukturierte Anforderungen sind auch nach Projektabschluss wertvoll – für Weiterentwicklungen, für neue Teammitglieder oder bei der Evaluierung von Projektzielen.

Besseres Betriebsklima

Wenn unterschiedliche Fachbereiche und IT um Lösungen oder deren Priorisierung ringen, hilft ein strukturierter RE-Prozess dabei, Spannungen zu entschärfen. Statt endloser Diskussionen entsteht ein gemeinsames Verständnis – auch wenn nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden, bleibt die Entscheidung nachvollziehbar.

Alles fließt – Auch Anforderungen entstehen, verändern sich, werden verfeinert, verworfen oder ergänzt. Requirements Management sorgt dafür, dass dabei nichts verloren geht – und dass alle Beteiligten jederzeit wissen, worauf es gerade ankommt.

Ich unterstütze Sie dabei, Anforderungen über den gesamten Projektverlauf hinweg aktiv zu managen – statt nur auf Veränderungen zu reagieren.

Was bedeutet das konkret

  • Anforderungen werden konsistent dokumentiert und versioniert.
  • Abhängigkeiten werden transparent gemacht und erleichtern die Auswirkungsanalyse.
  • Änderungen bleiben nachvollziehbar – inklusive ihrer Auslöser und Entscheidungen.
  • Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sind klar geregelt.
  • Sowohl Umsetzungsentscheidungen als auch bewusste Nicht-Entscheidungen werden festgehalten.

So entsteht ein für alle lebendiges, steuerbares Anforderungsbild, das sich mit dem Projekt weiterentwickelt – ohne an Klarheit zu verlieren.

Egal, ob agil oder klassisch: Requirements Management erzeugt ein gemeinsames Bild, schafft Transparenz, reduziert Reibungsverluste und erhöht die Reaktionsfähigkeit – auch oder gerade in dynamischen Projektsituationen.

Anforderungen durchlaufen – wie ein Produkt – verschiedene Reifegrade: von ersten Ideen bis hin zur umsetzbaren Spezifikation. Wer diesen Lebenszyklus kennt und steuert, vermeidet Missverständnisse und schafft für alle Beteiligten die für die jeweilige Phase notwendige Klarheit.

Anforderungen sind keine statischen Dokumente – sie verändern sich mit dem Projekt. Jede Phase braucht ihren eigenen Detaillierungsgrad.

In frühen Phasen genügt oft ein grober Überblick: Was soll erreicht werden? Wer ist betroffen? Welche Funktionen sind zentral? Je näher die Umsetzung rückt, desto konkreter müssen Anforderungen sein – z. B. als User Stories, mit Akzeptanzkriterien, unterstützenden Modellen oder Prozessszenarien.

Ich achte darauf, dass jede Anforderung zur richtigen Zeit im richtigen Detailgrad vorliegt. So bleibt das Projekt beweglich, ohne an Präzision zu verlieren.

ProjektphaseInhaltlicher Fokus
IdeeZielbild, grobe Anforderungen, Stakeholder-Sicht
AnalyseProzesse, Szenarien, Abhängigkeiten, Prioritäten
RealisierungsvorbereitungUser Stories, Akzeptanzkriterien, Mockups
UmsetzungVerfeinerung im Sprint, technische Klärung mit Dev-Team

Auch in agilen Projekten braucht es klare, strukturierte Anforderungen – nur eben mit anderen Spielregeln. Das Ziel ist nicht eine vollständige Spezifikation vorab, sondern ein lebendiges Backlog, das sich mit dem Projekt entwickelt.

Als Requirements Engineer unterstütze ich agile Teams dabei,

  • Szenarien zu entwickeln,
  • Anforderungen in Form von User Stories zu erfassen und zu strukturieren,
  • Stakeholder frühzeitig und regelmäßig einzubinden,
  • umsetzbare Epics/Stories für das Backlog zu erstellen,
  • belastbare Akzeptanzkriterien zu formulieren,
  • und – bei Bedarf – Fachbereich und Development Teams mit geeigneten Methoden und Tools bei der Kommunikation zu unterstützen.

Ich fungiere als Brücke zwischen Fachbereich und Entwicklung – unterstütze Product Owner oder ähnliche Rollen, oder übernehme sie, wenn gewünscht, auch selbst. Dabei achte ich darauf, dass die Stories, Epics und auch die vorgelagerten Demands und Features den gleichen Qualitätskriterien genügen, wie das im klassischen Ansatz üblich ist.

Die Rollenausgestaltung richtet sich dabei nach dem konkreten Projektbedarf und den Arbeitsweisen der Teams.